Mehr Unterstützung für Kultur – Profitprioritäten des Landes
Denkmalschutz ist ein wichtiger Bestandteil unserer reifen, geschichtstragenden Kultur. Ohne unsere Nachlässe, egal ob architektonischer oder literarischer Art, wüssten wir heute nicht halb so viel über unsere Vorfahren und unser Volk, wie es heute der Fall ist. Der Erhalt von Werken, die vor unserer Zeit entstanden sind, ist die Aufgabe eines jeden Menschen in unserem Staat. Daher wird dem Denkmalschutz eigentlich auch eine große Aufgabe zugetragen. Stichwort “eigentlich”, denn wenn es um die Religion und den Erhalt ihrer Wertigkeit geht, scheinen die verantwortlichen Länder gerne mal Roulette zu spielen: in manchen Jahren fließen die Gelder ein bisschen eher als in anderen.
Wie schon erwähnt, müssen Kirchen – nicht nur ihre meist fantastischen Bauten, sondern auch die tragenden Institutionen und Verbände – als Kulturgut behandelt werden und sind damit auch förderungsberechtigt. In Deutschland sind die Bundesländer für Subventionen zuständig. Doch trotz der immensen Wichtigkeit der religiösen Institutionen kommen immer mehr Kirchen zu kurz und müssen sich dauerhaft auf die Spenden der Mitglieder konzentrieren. Auch kirchliche Räume, Vereine und Projekte, die mit einem christlichen Hintergrund angedacht werden, kommen meist zu kurz und müssen schon in ihrer Entstehung verworfen werden.
Dabei scheint es durchaus Gelder im Kreis Lippe zu geben: die Finanzierung und den Bau eines Casinos im nahen Bad Oeynhausen schien kein Problem darzustellen. Die durch das Glück am Spielautomaten eingenommenen Steuern jedoch erreichen nicht die Kultur, sondern nur den Fiskus höchstpersönlich. Wie soll man als Unterstützer der Kirche nun vorgehen?
Die Kritik darf an dieser Stelle nicht missverstanden werden: sie gilt nicht dem Betrieb einer Spielbank. Die Diskussion darum, ob das Glücksspiel – egal ob im Online Casino oder in einer realen Spielhalle – aus christlicher Sicht verurteilt werden sollte, würde von der essentiellen Diskussion ablenken. Es geht vor allem um die gerechte Verteilung eingenommener Gelder und die Prioritäten der Verbunde. Ganz klar ist, dass die wunderbaren Regionen des Kreis Lippe und in der Stadt Lemgo von einer höheren Investition in den kulturellen Bereich profitieren würden. Wann die nötige Unterstützung seitens des Staates kommt, bleibt dem Eifer der Bürger wohl überlassen. Ohne ihr Engagement und ihren Einsatz für die kirchlichen Institutionen werden die Verantwortlichen weiterhin von der Unterhaltungsbranche oder dem (zugegeben nicht minder wichtigem) Tourismus abgelenkt. Den Touristen wiederum sei es gegönnt: sie können dann sowohl die kirchliche Kultur bewundern, als sich auch dem Vergnügen hingeben insofern sie sich auf Info-Seiten wie etwa Gamblingplanet.org/de zu ihrem Gunsten vorher informieren.